Joscha1987’s Weblog
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Apr
02

Am 31.03.2008 war es also endlich so weit, ich konnte meine PPL- Praxisprüfung antreten.

Angemeldet war ich schon seit zig Wochen, nur erst dauerte es ewig, bis ich einen Prüfer zugeteilt bekam, dann war der Prüfer im Urlaub und im Anschluss daran war das Wetter 2 Wochen schlecht.

Doch der Prüfer wollte wohl auch diesmal den Flug wegen des Wetters (Wolkenuntergrenze) absagen, da aber bereits 2 andere PPL- Checkflüge am gleichen Tag stattfanden und mein Prüfer sagte, dass es meine Entscheidung sei, den Flug stattfinden zu lassen oder nicht, entschloss ich zu fliegen (denn das Wetter war absolut ausreichend).

Mein Prüfungsflieger war die D-EBDI eine C152. Nach kurzem Briefing und Outside- Check, ging es also los. Geplant war eigentlich Die Strecke Mannheim- Langenlohnsheim- Egelsbach- Mannheim, aber diese Strecke flog ich nur bis Langenlohnsheim, danach wischen wir von unserer „geplanten“ Route ab und mit kleinem Umweg zurück nach Mannheim. Ansonsten wurde das bekannte Airwork- Programm wie z.B. Langsamflug, Stalls, Steep Turns, Notlandeübung usw. abgehandelt. In Mannheim folgte zum Abschluss noch ein Landung ohne Klappen.

 

Mit meiner Leistung war ich eher nicht zufrieden, aber wahrscheinlich war auch etwas Aufregung im Spiel, bestanden habe ich aber und muss nun nur noch auf die Post mit meinem ausgestellten Schein warten, bis ich auch ohne Lehrer, bzw. offiziellem „Flugauftrag“ privat in die Lüfte gehen darf.

 

Insgesamt war das aber eher ein kleiner Schritt in Richtung ATPL. Die wohl mit Abstand größte Hürde, die Theorieprüfung für den ATPL in Braunschweig, wartet noch auf mich. Unterricht habe ich noch bis zum 25.04.08, danach folgen noch Lernphasen, einen Vortest und das so genannte „Endseminar“, bei dem wir noch einmal alle unklaren Dinge für jedes einzelne Fach besprechen können. Bis ich schließlich im Sommer zum LBA fahren muss.

Feb
29

Nach nur 4 Monaten nach meiner BZF- Prüfung hatte ich heute nun meine AZF Prüfung.

Den ersten Unterricht für das AZF hatten wir am vergangenen Sonntag. Bis einschließlich Montag war nur Theorie angesagt. Dienstag und Mittwoch hatten wir jeweils Sprechübungen unter Prüfungsbedingungen. Wir teilten unsere Gruppe in zwei Hälften, damit wir besser üben konnten, los ging es um 8h morgens bis ca. 17h. Zu den Sprechübungen gehörte auch ein korrektes ausfüllen des Flugplanes, welchen man vor einem IFR-Flug an die DFS schicken muss. Wir bekamen immer eine strecke vorgegeben, welche wir dann quasi „abfliegen“ mussten.

Bei meiner Prüfung heute war es wie folgt. Um 08:30h ging es mit dem schriftlichen Theorieteil los, welcher aus 40 Fragen in 30 Minuten bestand. Im Anschluss mussten wir für unsere vorgegebene Strecke einen Flugplan ausfüllen. Ich musste von Frankfurt nach Saarbrücken „fliegen“. Dann war jeder nacheinander an der Reihe.

Es lief eigentlich alles ohne große Probleme, habe mich  nur ein zweimal versprochen (z.B. anstatt 5000ft, sagte ich FL50, und anstatt Foxtrott nur Fox), so dass ich nun auch mein AZF in der Tasche habe!!! *freu*

Feb
29

Am 03.02.2008 konnte ich an einem wunderschönen Sonntagmorgen endlich meinen 150NM Soloüberlandflug angehen, nachdem er bestimmt 9x auf Grund von schlechtem Wetter ausgefallen war.

Meine Maschine war eine Cessna 152 mit der Kennung D-EAIF.

Nachdem ich um 10:20h local in Mannheim abhob flog ich zunächst über das Heidelberg NDB und das Karlsruhe VOR zum Baden Airpark, aber dem Karlsruhe VOR navigierte ich terrestrisch. Der erste Leg meines heutigen Fluges verlief ohne Probleme, so dass ich um 11:17 in Karlsruhe Baden-Baden ausfetzte. Nach dem ich von Karlsruhe Ground meine Rollfreigabe erhalten hatte und zu General Aviation Terminal rollen konnte, musste ich nich einen Stempel abholen um auch nachzuweisen, dass ich auch wirklich in Karlsruhe gelandet bin. ;-)

Im Anschluss daran ging es weiter nach Schwäbisch-Hall. Nach dem Abheben flog ich bis zum Karlsruhe VOR, danach bog ich rechts Richtung Schwäbisch-Hall ab, ab dort navigierte ich auch wieder terrestrisch. In Schwäbisch-Hall war auf Grund des tollen Wetters mächtig viel los und auch der Wind kam fast direkt von der Seite mit 10kts. Hat aber super Spaß gemacht, so dass ich auch hier sicher um 12:55 local aufsetzte. Hier benötigte ich außer dem Stempel auch noch etwas Treibstoff, um 13:14 konnte es dann aber zurück nach Mannheim gehen.

Insgesamt ein super toller Flug, der absolut darüber für die ganzen Anläufe für diesen Flug entschädigte.








Feb
29

Am 23.02.2008 hatte ich endlich meinen Nachtüberlandflug nach Nürnberg (wurde 3x verschoben, da das Wetter nicht mitspielte).

Um 18:09h local gingen wir mit unserer Piper PA28A (Cadet) und der Kennung D-EJTI, mit einer kleinen Verspätung raus aus Mannheim. Eigentlich war vorgesehen gewesen in Nürnberg nur einen touch an go zu machen, nur leider teilte uns Nürnberg Tower im Anflug mit, das kein Flugplan für den Rückflug nach Mannheim vorliege, so mussten wir in Nürnberg eine full stop landing machen, einziger Vorteil hier: Wurde das erste Mal durch ein follow me car zur Parkposition gelotst.

Später stellte sich heraus, das Nürnberg meinen Flugplan verschlammpt hatte. Im Mannheim sind wir dann um ca.21:15h local gelandet, direkt vor der letzten Cirrus Airways, nach der die Schotten in Mannheim eigentlich dicht gemacht werden.

Hier ein paar Bilder, sorry für die schlechte Qualität:

 

Dez
21

In der Ausbildung zum ATPL muss man 5h bei Nacht geflogen sein. Es ist so aufgebaut, dass man bei der ersten Mission 10 Platzrunden mit Lehrer dreht, bei der nächsten Mission muss man erneut 5 Platzrunden mit Lehrer und im Anschluss 5 full Stopp landings solo fliegen. Die restliche Zeit werden mit Überlandflüge bei Nacht und mit Lehrer aufgefüllt.

Bei der ersten Nachtflugmission geht es harmlos los. Man soll sich erst einmal an das veränderte Bild bei Nacht gewöhnen. In Mannheim ist das Problem, dass der Flugplatz mitten in der Stadt liegt und von einem riesigen Lichtermeer umgeben wird. Die touch and goes macht man zunächst mit vollen Klappen und Landescheinwerfer, nachdem man sich an die Nachtsituation gewöhnt hat, muss man mit verschiedenen Klappenstellungen und ohne Landescheinwerfer landen.

 In der zweiten Mission bei Nacht drehte ich zunächst noch mal 5 Platzrunden mit Lehrer, ehe ich ihn nach dem fünften touch and go auslud. Nun waren 5 Soloplatzrunden angesagt. Da die Richtlinien vorschreiben eine „komplette Landung“ zu machen, musste ich nach jedem Aufsetzen über die taxiways zurück zum Rollhalt rollen. Da auch noch sehr viel Verkehr unterwegs war (ein Schüler von uns, der ebenfalls Soloplatzrunden drehte, ein Schüler von uns der einen Nachtüberlandflug absolvierte, ein Flieger in der Platzrunde von einem Fliegerverein und zwei abfliegende DO328 von der Cirrus Airlines), nahm dieses Zurückrollen und warten am Rollhalt recht viel Zeit in Anspruch. Alles in Allem hat es riesig Spaß gemacht, auch weil recht viel Verkehr unterwegs war, am liebsten hätte ich noch fünf weitere Platzrunden angehängt.

Dez
09

Ich hatte heute endlich meinen ersten Soloüberlandflug!

Nach dem X-ten Anlauf hat es also endlich geklappt, das Wetter war zwar wieder nicht ideal, aber die Kriterien für Überlandsoloflüge waren laut PC-Met gegeben.

Ich plante einen Flug von Mannheim über Heidelberg NDB und Karlsruhe VOR zum Baden Airpark und wieder zurück. Ich rechnete mit einer Reiseflughöhe von 3000ft, nur leider musste ich schon recht früh auf 2500ft sinken, da ich sonst in Wolken eingeflogen wäre. Mit steigender Flugzeit wurde die Sicht langsam immer schlechter, zeitweise musste ich sogar auf 2000ft sinken. Direkt über dem Karlsruhe VOR, sank die Wolkenuntergrenze immer weiter ab, zudem begann es zu Regnen und die Sicht ging auf ein Minimum zurück. Als auch noch kräftige Turbulenzen aufkamen entschloss ich, wieder zurück nach Mannheim zu fliegen. Denn ich wusste ja nicht wie weit diese Front ging. Vielleicht wäre ich bis zum Baden Airpark gekommen, aber hätte danach nicht mehr nach Mannheim zurückfliegen können, wenn sich die Lage vielleicht noch mehr verschlechtert hätte.

Deshalb ist nun mein so lang ersehnte erster Soloüberlandflug mit 50 Minuten recht kurz ausgefallen. Aber so etwas gehört auch zur Fliegerei. Zudem ist es gut einmal erlebt zu haben wie es ist, wenn man in einer „kritischen“ Situation, schnell Entscheidungen treffen muss. (in meinem Fall weiter fliegen oder umkehren). Irgendwie ärgerlich…

Aber: SAFETY FIRST!!!


Hockenheimring.

Dez
09

Diese Woche Mittwoch startete mein sechs monatiger ATPL- Theoriekurs. Los ging es diese Woche mit Elektrik, allgemeine Navigation und Flugplanung. Am ersten Tag fiel es mir schon etwas schwer, mich wieder an die Theoriezeit zu gewöhnen, aber inzwischen bin ich wieder voll drin! ;-)

In den nächsten sechs Monaten kommt eine menge Stoff auf mich zu, insgesamt bekamen wir 15 randvolle, mit kleiner Schrift versehene DIN-A4-Ordner. Da sind sechs Monate echt nicht viel, also ist bis ich zum LBA nach Braunschweig (zur Theorieprüfung, 3 Tage) fahre „ranklotzen“ angesagt.

Dez
01

Am 27.11.07 hatte ich den Progress Check Phase 2. Bei diesem Checkflug wird geprüft, ob man den Schüler auf die Soloüberlandflüge schicken kann, ohne dass er sich selbst umbringt! ;-)

Ich plante eine Strecke von Mannheim über Pflichtmeldepunkt Charlie in Richtung VOR Ried und dann direkt zum Charlie VOR. Geplant war eine Landung in Aschaffenburg, nur leider kamen wir gar nicht so weit, da das Wetter dies nicht zuließ. Deshalb haben wir alles etwas abgekürzt und begannen direkt mit den geforderten Airwork-Übungen. Wir führten zwei Notlandeübungen durch, eine im Odenwald und die nächste direkt an der A5 bei Mannheim J. Außerdem musste ich meinem Fluglehrer steep turns und stalls vorfliegen. Zum Abschluss wurde ich noch einmal  durch eine Spotlanding in Mannheim gefordert!

Trotz der kurzfristigen Änderung meines Flugplans, hat alles ganz gut geklappt, so dass ich als nächstes auf meine Überlandsoloflüge gehen darf. Nur leider ist der erste Termin bereits zweimal auf Grund des Wetters ausgefallen.

Nov
13

Heute hatte ich den ersten Flug auf dem so genannten Zweitmuster.Bei meiner Flugschule ist dies für gewöhnlich die Cessna 172, nur da diese zurzeit leider keinen Motor hat, wird als Zweitmuster auf der Piper P28A (Cadet) geschult. Wenn die Mehrkosten nicht wären fände ich das richtig klasse!! ;-) Nach kurzer Einweisung am Boden sind wir in Mannheim von der RWY27 gestartet und haben die Kontrollzone von Mannheim über den Pflichtmeldepunkt „Whiskey“ verlassen. Im Anschluss sind wir ein Südheading geflogen, ungefähr auf der Höhe des „Hockenheimringes“ haben wir unsere Flugübungen durchgeführt.Zunächst Kurvenflug mit verschiedenen Winkeln, bis hin zum steep turn dann Stallübungen incl. einiger weiterer Langsamflugübungen. Zusätzlich haben wir noch einige Übungen mit den verschiedenen Klappenstellungen durchgeführt. Im Anschluss sind wir Richtung Speyer geflogen, um dort einige Platzrunden zu drehen. Speyer ist immer sehr interessant anzufliegen, da man im Endanflug direkt an der 742 der Lufthansa, aus dem „Technik Museum Speyer“, vorbeifliegt.In Speyer haben wir kurz noch einen Kaffe getrunken, bevor es zurück nach Mannheim ging.

Morgen fliege ich noch einmal mit der „Cadet“ (falls das Wetter mitspielt), bevor es übermorgen mit Funknavigation auf der Cessna weiter geht, leider wieder Cessna! ;-)

Okt
31

Heute hatte ich meine PPL- Theorieprüfung in Karlsruhe. Es war also die erste größere Prüfung nach dem BZF I, auf dem Weg zu meinem ATPL.

Es ging um 09:00h gleich mit Navigation los. Dafür hatte ich zwei Stunden zeit und war auch mit abstand der schwerste Test! Dennoch hatte ich von den 50 Fragen nur 2-3 Unsicherheiten, wodurch ich nach ca. 01:15h fertig war. Danach kam Technik/Aerodynamik, menschliches Leistungsvermögen/ Verhalten in besonderen Fällen, Meteorologie und zu guter Letzt Luftrecht. Bis auf kleine Abstriche bei Luftrecht ist alles super gelaufen, hatte für diese Themen 45Minuten Zeit und war nach bereits 10-15 Minuten fertig. Bei Luftrecht habe ich bei 2-3 Aufgaben richtig grübeln müssen, bei denen ich mir nicht 100%ig sicher war.

 

Ich habe aber alle Fächer bestanden, und kann mich für ca. 3 Wochen komplett auf das praktische Fliegen konzentrieren, bis der 6 Monate dauernde ATPL Theorieunterricht beginnt!